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6 Fehler die Sie beim Campen vermeiden sollten

Artikel 6 Fehler die Sie beim Campen vermeiden sollten

Besonders als Camping-Neuling werden Ihnen viele Fehler passieren. Doch keine Sorge, auch die erfahrensten Camper haben viele dieser Fehler am Anfang gemacht. Und teilweise passieren diese Ihnen auch heute noch. Doch wie sagt man so schön? Aus Fehlern lernt man! Damit Sie diese Missgeschicke vermeiden können, haben wir 6 Fehler notiert die wirklich jedem passieren können.

Streckenplanung

Die Strecke können Sie bereits vor Ihrer großen Reise planen. Wichtig ist dabei, dass Sie sich nicht zu viel zumuten. Besonders als unerfahrener Camper nimmt man sich oft zu viel vor und schafft nicht die geplanten Kilometer in der geplanten Zeit. Planen Sie also großzügig. Denn sonst müssen Sie Abzüge machen. Das bedeutet, dass Sie zum Beispiel nicht alle Sehenswürdigkeiten auf Ihrer Liste abhaken können, dass Sie viel zu spät in der Nacht am Campingplatz ankommen oder dass Sie sogar die Abgabe des gemieteten Wohnmobils überziehen. Außerdem ist dies sehr viel stressiger.

Wichtige Faktoren für die Streckenplanung

Damit Sie die Strecke richtig planen können, müssen Sie wichtige Faktoren mit einbeziehen. Denn viele Faktoren beeinflussen Ihre Fahrtdauer. Außerdem nehmen auch die geplanten Stopps an Sehenswürdigkeiten oder die ungeplanten Stopps auf viel befahren Straßen Ihre Zeit in Anspruch. Doch welche Faktoren müssen Sie beachten?

Ein wichtiger Faktor ist das Wetter. Wenn die Sonne scheint und angenehme Temperaturen herrschen, ist das Fahren im Wohnmobil leicht zu meistern. Doch sobald sich das Wetter verändert und es anfängt zu regnen (oder sogar zu schneien), verändert sich auch das Fahrverhalten. Sie müssen mehr auf den Verkehr achten und das Fahren wird anstrengender. Oft passieren dann auch noch Unfälle oder es entsteht Stau und Sie müssen langsamer fahren. Beobachten Sie also am besten bevor die Reise losgeht, wie die Wetterverhältnisse derzeit sind und planen Sie etwas Pufferzeit ein.

Weiter geht es mit den Straßenverhältnissen. Auf was für Straßen sind Sie unterwegs? Fahren Sie über die Landstraße oder über die Autobahn? Und wie sind die Straßen in Ihrem Urlaubsland ausgebaut? All diese Umstände entscheiden, wie Sie vorankommen. Denn auf gut ausgebauten Straßen können Sie besser fahren als auf holprigen Schotterstraßen. Wenn Sie ein Navigationsgerät besitzen, können Sie sich auch die ungefähr eingeschätzte Zeit berechnen lassen. Manchmal ist der Weg über die Autobahn nicht der schnellste Weg.

Die bereits genannten Faktoren bestimmen natürlich auch Ihre Geschwindigkeit. Doch ein besonders wichtiger Faktor ist die Geschwindigkeitsbegrenzung. Diese ist selbstverständlich der wichtigste Richtwert für Ihre Geschwindigkeit. Bei einem Wohnmobil ist die Geschwindigkeitsbegrenzung aber auch von der Größe bzw. Des Gewichts abhängig.

Und ein letzter Faktor ist die Uhrzeit. Je nachdem wann Sie losfahren, sind die Straßen voller oder eben leerer. Dabei sind natürlich auch die Ferien zu beachten. Gerade am Anfang und Ende der Schulferien sind die Straßen sehr voll. Wenn Sie durch mehrere Bundesländer fahren, sollten Sie auch die verschiedenen Zeiten der Ferien beachten. Abgesehen davon, gibt es auch im Rest von Europa Ferien und regionale Feiertage. Wenn Sie diese wissen, können Sie meistens die Zeit noch genauer einplanen. Wenn Sie kurze Strecken fahren, ist es ratsam vor sieben Uhr loszufahren. Denn dann ist auch der vom Urlaub unabhängige Verkehr noch nicht gestartet und die meisten Reisende brechen erst nach dem Frühstück auf.

Generell empfehlen wir Ihnen, dass Sie pro Etappe maximal 200 km fahren. So können Sie sich nach der Fahrt entspannen und den Urlaub wirklich genießen.

Am Campingplatz ankommen

Versuchen Sie Ihr Etappenziel noch vor der Dunkelheit zu erreichen. Spätestens wenn es anfängt zu dämmern sollten Sie Ihre Übernachtungsmöglichkeit anfahren. Dadurch entgehen Sie mehreren Problemen. Zu einem kann es sein, dass niemand an der Rezeption des Campingplatzes ist und Sie somit nicht einchecken können. Außerdem ist es natürlich viel gefährlicher durch die Dunkelheit zu fahren, besonders wenn Sie nicht gut in der Dunkelheit fahren können. Zusätzlich dazu passieren Wildunfälle meistens wenn es bereits dunkel ist. Im übrigen ist es deutlich angenehmer bei Helligkeit das Wohnmobil auf der Parzelle zu platzieren.

Und dennoch kann man manchmal ein spätes Ankommen nicht vermeiden. Sollte das also der Fall sein: versuchen Sie so leise wie möglich zu sein. Denn das ist bereits ein guter Anfang für eine friedliche Camping-Nachbarschaft.

Zu viel Gepäck

Um Sie und Ihre Mitfahrer sicher ans Ziel zu bringen, sollten Sie auch auf das Gepäck achten. Denn bei einem zu voll gepackten Wohnmobil fallen nicht nur Bußgelder an, auch der Bremsweg wird länger und die Fahrstabilität leidet darunter. Außerdem können Sie mit weniger Gepäck viel Stress entgehen. Natürlich ist es immer schwer zu überlegen was Sie mitnehmen möchten. Doch versuchen Sie so minimalistisch zu packen, wie es Ihnen möglich ist. Falls Sie im Urlaub dann bemerken, dass Sie doch zu wenig mitgenommen haben, besteht an vielen Campingplätzen die Möglichkeit Wäsche zu waschen.

Wählen Sie Ihre Kleidung so aus, dass Sie diese gut untereinander kombinieren können. Ein paar einfache T-Shirts, Jeans und Jacken gehören auf jeden Fall dazu. Damit Sie gut ausgestattet sind, sollten Wanderschuhe und Regenjacken nicht fehlen.

Auch im Rest des Wohnmobils sollten Sie darauf achten nur die Grundausstattung mitzunehmen. Das heißt, dass in der Küche zum Beispiel ein bis zwei Töpfe und Pfannen reichen und auch pro Person nur ein Geschirr- und Besteckset mitgenommen wird.

Wo das zulässige Gesamtgewicht steht wie Sie Ihr Wohnmobil leichter machen, können Sie auch in einem unserer Artikel erfahren.

Fächer, Türen, Dachluken und Fenster

Ebenfalls um Ihre Sicherheit zu gewährleisten ist es zu empfehlen, vor der Abfahrt alle Fächer, Türen, Dachluken und Fenster zu kontrollieren. Denn wenn die Fächer oder Türen nicht richtig geschlossen sind, kann schnell mal das ein oder andere Teil durch die Gegend fliegen. Dies lenkt Sie dann ab, macht Sie unaufmerksam und kann sogar in einem blöden Unfall enden. Und das möchte doch wirklich niemand. Kontrollieren Sie also vor jeder Abfahrt ob alles verriegelt ist. Dazu gehören aber nicht nur Schubladen, sondern natürlich auch der Kühlschrank.

Gleiches gilt für Dachluken und Fenster, kontrollieren Sie lieber ein Mal zu viel. Besonders Dachluken können sich sonst auf Autobahnen zu gefährlichen Geschossen entpuppen. Denn bei einer hohen Geschwindigkeit kann es passieren, dass diese abreißt und dann andere Autos beschädigt.

Wassertank und Toilette

Das Gewicht Ihres Fahrzeug erhöht sich auch durch einen vollen Wassertank. Deswegen sollten Sie dieses vor der Fahrt nur so auffüllen, dass es für  eine Grundversorgung reicht. Das bedeutet, dass 5-10 Liter pro Kopf ausreichen sollten. Auf dem Campingplatz angekommen können Sie diesen Tank dann selbstverständlich auffüllen.

Damit Sie eine angenehme Fahrt haben, sollten Sie auch außerdem dringend darauf achten die Toilette zu entleeren. Ansonsten können Sie bald unangenehme Gerüche im Fahrzeug wahrnehmen. Wenn Sie also die Möglichkeit haben die Toilette zu entleeren: nehmen Sie diese wahr. Gleiches gilt auch für den Abwassertank, entleeren Sie diesen nicht, schwappt das Wasser im Tank und verströmt unangenehme Gerüche. Falls Sie diesen aber nicht entleeren können, reicht es auch einen Stöpsel auf den Abfluss zu setzen.

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