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Den Camper ins richtige Licht rücken - Foto-Tipps

Artikel Den Camper ins richtige Licht rücken - Foto-Tipps

Die folgende Situation könnte so manch einem Mieter bekannt vorkommen: Sie stöbern durch die Auswahl der Wohnmobile, finden ein ansprechendes Fahrzeug und dann das - die Fotos sind entweder gar nicht vorhanden oder einfach schlecht. Dabei kann es doch so einfach sein den Camper zu fotografieren! Wie Sie Ihr Fahrzeug im nächsten Urlaub richtig in Szene setzen, erfahren Sie in diesem Artikel. Dabei ist es ganz egal ob Sie Vermieter oder Mieter sind, denn auch von Ihrem gemieteten Wohnmobil hat man gerne schöne Bilder.

Übung macht den Meister

Gerade als Anfänger müssen Sie sich einfach ausprobieren und üben. Denn nur durch Übung bekommen Sie ein Gefühl für die Kamera. Und dabei ist es ganz egal was für eine Kamera Sie besitzen, selbst mit der Kamera Ihres Smartphones können Sie tolle Fotos machen. Ein großer Vorteil bei der Bedienung einer einfachen Kamera: Es gibt nicht so viele Funktionen. Das bedeutet, dass Sie nicht sofort alle Fotokenntnisse kennen müssen. Es reicht erstmal einfach nur die Basics zu kennen.

Wenn Sie nur Vorkenntnisse besitzen reicht es auch erst nur im Automatikmodus zu fotografieren. Denn so werden die Fotos meistens gut. Natürlich sind Sie dann in Ihren kreativen Möglichkeiten etwas eingeschränkt, doch Begriffe wie ISO, Tiefenschärfe und Blende können Sie auch noch lernen, wenn Sie die Grundkenntnisse drauf haben.

Grundregeln für den Bildaufbau

Nach dem Sie sich mit Ihrer Kamera vertraut gemacht haben, können Sie nun die Grundregeln für den Bildaufbau lernen. Zu den Grundregeln zählt zum Beispiel die Drittel-Regel. Diese wird auch Goldener Schnitt genannt und bezeichnet das Teilungsverhältnis eines Bildes. Wenn Sie den Goldenen Schnitt anwenden, teilen Sie das Bild durch zwei horizontale und zwei vertikale Linien in 9 Teile. Diese Aufteilung wirkt auf Menschen besonders harmonisch. Setzen Sie also Ihren Camper genau an einen der Schnittpunkte, schmiegt sich der Rest des Bildes um den Camper und legt das Highlight auf Ihr Fahrzeug.

Weiterhin sehr wichtig sind die Lichtverhältnisse. Es gibt kaum etwas schlimmeres als schlecht beleuchtete Bilder. Dabei müssen Sie darauf achten, dass das Bild nicht so dunkel ist, dass Sie nichts erkennen, aber auch darauf achten, dass es nicht so hell ist, dass die Gegenstände nahtlos ineinander übergehen. Bei einer manuell einstellbaren Kamera können Sie dies einstellen, doch bei einer automatischen Kamera ist das nur sehr selten der Fall. Worauf können Sie dann also achten? Am Tag versuchen Sie das Sonnenlicht zu nutzen. Doch nutzen Sie es nur so, dass es nicht in die Kamera fällt. Versuchen Sie, dass das Sonnenlicht hinter Ihnen ist. Wenn es etwas dunkler ist, können Sie versuchen mit dem Blitz die Fotos zu beleuchten. Auch damit können gute Bilder entstehen. Doch am besten testen Sie dies einfach aus. Sollte es bereits sehr dunkel sein, können Sie die Nachtfunktion ausprobieren, diese ist bereits bei vielen Kameras auf dem Smartphone dabei.

Tolle Tipps für den Bildaufbau und die Bildwirkung finden Sie auch im Internet.

Perspektive

Wenn Sie schöne Fotos von dem Fahrzeug machen möchten ist auch die Perspektive wichtig. Bilder sind langweilig, wenn Sie immer nur aus der gleichen Perspektive gemacht werden. Durch einen einfachen Perspektivenwechsel können Sie die Fotos direkt interessanter machen. Warum fotografieren Sie das Fahrzeug nicht mal aus der Froschperspektive (von unten) oder der Vogelperspektive (von oben)? Probieren Sie es aus und machen Sie mal ein paar Fotos vom Boden oder stellen Sie sich auf den nächsten Berg und machen Sie ein Foto von oben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Hintergrund. Auch ein Foto auf die Straße ist schön, doch probieren Sie doch mal etwas Neues. Mit einem moosigen Wald oder einer süßen Strandbucht, wirken die Fotos gleich viel lebendiger und aussagekräftiger. Und potentielle Mieter können sich auch sofort an diesem Ort vorstellen. Doch da es nicht um den Hintergrund geht, sollten Sie sicherstellen, dass der Camper immer noch Fokus steht. Dies können Sie auch dadurch schaffen, dass Sie den Hintergrund etwas unscharf stellen und den Vordergrund (das Wohnmobil) scharf stellen. Auch dies ist eine einfache Möglichkeit um Ihren Camper ins rechte Licht zu rücken.

Als letzten Punkt für die Perspektive, raten wir Ihnen die Bilder horizontal zu machen. Natürlich gibt es auch viele Motive bei denen ein vertikales Foto besser passt, doch bei den meisten Motiven ist die Horizontale die richtige Wahl. Denn so bekommen Sie das ganze Fahrzeug drauf und können auch noch den Hintergrund zeigen. Und dieser kann ja auch überzeugen.

Unsere Tipps für Vermieter

Kommen wir nun zu den Foto-Tipps für Vermieter. Welche Bilder schauen Sie sich besonders ungerne an? Ganz genau, Fotos mit einer schlechten Qualität. Damit Ihre Fotos eine gute Qualität besitzen, sollte Sie eine hohe Auflösung haben. Das heißt mindestens 1024px. Zusätzlich sollten Sie versuchen die Kamera so ruhig wie möglich zu halten. So werden die Bilder nicht verschwommen. Mittlerweile gibt es aber auch viele Kameras die einen Bildstabilisator integriert haben, dieser verhindert ebenfalls das Verwackeln der Fotos. Sollte Sie dies nicht haben, hilft ein Stativ. Möchten Sie sich nicht extra ein Stativ kaufen, können Sie auch versuchen sich abzustützen. So erhalten Sie ebenfalls eine gute Qualität.

Da Sie Ihr Wohnmobil vermieten möchten, sollten Sie auch einige Details des Fahrzeugs zeigen. Überlegen Sie sich dafür vorher, was an Ihrem Fahrzeug besonders speziell oder wichtig ist. Besitzen Sie zum Beispiel einen Fahrradträger? Zeigen Sie diesen. Dabei sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Sie können sich auch an anderen Vermietern orientieren. Was gefällt Ihnen dort besonders gut? Haben Sie ein vergleichbares Fahrzeug? Zeigen Sie was Sie haben!

Natürlich ist Ihr Fahrzeug von außen besonders schön. Doch viele Mieter interessieren sich auch für das Innere. Denn dort werden Sie schließlich viel Zeit verbringen. Selbstverständlich darf ein Foto vom Bett, der Küche und dem Bad nicht fehlen, doch nehmen Sie sich etwas Zeit und schauen Sie sich das Fahrzeug genauer an. Was könnte Mieter überzeugen? Haben Sie dem Fahrzeug bereits einen Charakter verliehen? Versuchen Sie diesen mit der Kamera einzufangen.

In Ihrem Urlaub mit dem Wohnmobil machen Sie auch abenteuerliche Touren durch Matsch und Regen? Klar kommt das besonders cool rüber und Sie sollten Ihr Fahrzeug auch voller Schlamm mit der Kamera einfangen. Doch für Mieter wirkt ein sauberes Wohnmobil viel interessanter. Achten Sie also bei den Fotos darauf, dass Ihr Wohnmobil von innen und außen sauber ist. Nicht steril und blitzend, aber sauber. Das bedeutet auch, dass die Betten bezogen und ordentlich gemacht sind und dass der Wohnbereich ordentlich aussieht. Denn so können sich die Mieter genau vorstellen, wie sie in Ihrem Wohnmobil den Urlaub verbringen.

Nachbearbeitung

Sie sind kein Profi-Fotograf und kennen sich auch nicht mit Fotobearbeitung aus? Das macht gar nichts, bereits mit einfachen Tricks können Sie die Fotos noch besser machen. Dafür benötigen Sie aber zuerst ein Bearbeitungsprogramm. Diese gibt es nicht nur für den Computer, sondern auch für Ihr Smartphone.

Doch wenn Sie die Fotos lieber auf dem Computer bearbeiten möchten, sollten Sie sich das Programm “Gimp” zulegen. Dieses Programm ist kostenlos und gerade für Anfänger gut geeignet. Es hat viele Werkzeuge mit denen Sie ähnlich wie in “Photoshop” arbeiten können und falls Sie mal nicht weiterkommen, gibt es auch viele Videos auf YouTube die Ihnen das Programm erklären.

Wenn Sie Nachbearbeitung lesen wirkt das sicher erst mal abschreckend. Doch wir möchten nicht, dass Sie ein großes Werk vollbringen. Es reicht bereits, wenn Sie kleine Verbesserungen machen. Spielen Sie ein bisschen an den Reglern des Programm rum und testen Sie was passiert. Besonders die Funktionen “Farbton/Sättigung” und “Helligkeit/Kontrast” können das Foto aufwerten. Probieren Sie es einfach aus!

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